Montag, 16. März 2009

Andreas Gößling - „Dea Mortis. Der Tempel der dunklen Göttin“

(Knaur, 300 S., HC)
Als Rick Nadar am frühen Morgen nach der Nachtschicht im „Security Center“ eines Computer-Unternehmens erschöpft nach Hause kommt, will er nur noch schlafen. Doch seine hochschwangere, wunderschöne Freundin Rachel hat anderes im Sinn: sie drängt Rick, sich gemeinsam mit gepackten Koffern umgehend auf den Weg zu machen. Ziel unbekannt … Während der Fahrt aus New Providence heraus wirkt Rachel seltsam abwesend. Und Rick nimmt während der stundenlangen Fahrten und den kurzen Zwischenhalten in Motels und Hotels weitere Merkwürdigkeiten wahr.
Als die beiden schließlich im Lillison Valley landen, verliert Rick seine Rachel nach dem Einchecken im „Overidge“-Motel plötzlich aus den Augen, schlägt die Warnung des Motelbesitzers in den Wind und begibt sich ins anliegende Idleton, wo er zwar seine Freundin nicht wieder findet, aber Zeuge unheimlicher Vorgänge wird, in denen Menschen die Füße und Hände abgehackt werden. Wie sich herausstellt, wurde bei Bauarbeiten für ein neues U-Bahn-System ein uralter Tempel entdeckt und damit auch die dunkle Göttin erweckt, die nun alle schwangeren Frauen aus der Umgebung anzieht …
Gößlings Sci-Fi-Horrorroman ist stark von H.P. Lovecrafts düsteren Mythen inspiriert und liest sich durchaus spannend. Doch ohne die prachtvollen Illustrationen von H.R. Giger in dem schmucken Hochglanz-Band würde „Dea Mortis“ kaum auf größeres Interesse stoßen.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen